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Schmerzen haben einen Sinn: sie sollen auf Schäden oder Verletzungen aufmerksam machen und dienen so als Warnsignale des Körpers. Werden diese Warnsignale aber nicht wahr oder ernst genommen, können Schmerzen chronisch und somit zu einer eigenständigen Krankheit werden. Eine rechtzeitige und ausreichende Bekämpfung von Schmerzen ist daher wichtig. Das schlechteste was man sich antun kann ist, Schmerzen zu ignorieren oder auszuhalten.
Unser modernes Leben ist häufig durch bestimmte Schmerzmuster gekennzeichnet: junge Menschen haben wegen beruflicher und privater Überbeanspruchung häufiger Kopfschmerzen. Auch Sportverletzungen kommen öfter vor. Mit dem Verlauf des Beruflebens nehmen Rückenschmerzen stärker zu, im Seniorenalter ist das Leben oft durch Gelenkschmerzen unterschiedlicher Art gekennzeichnet.
Um den Grund und die Auslöser für wiederkehrende Schmerzen aufzuspüren und rechtzeitig die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifen zu können, empfiehlt sich Betroffenen das Führen eines in der Apotheke kostenlos erhältlichen Schmerztagebuchs.
Kopfschmerzen und Migräne Jeder zweite Deutsche leidet an Kopfschmerzen. So das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage bei 12.000 Personen. Von den Betroffenen behandeln sich 88% selbst. Doch welches Mittel ist das richtige? Die Kunst bei der Behandlung ist, aus der Vielzahl der Medikamente, die es in der Apotheke zu kaufen gibt, das für einen selbst am besten geeignete herauszufinden. Das geht zwar auch durch Ausprobieren, birgt aber auch die Gefahr unnötiger Fehlversuche. Von Kopfschmerzen Geplagte sollten sich vor der Selbstbehandlung in der Apotheke über Wirkung, Sicherheit und die richtige Einnahme informieren. Wichtig ist es, das richtige Mittel in ausreichender Dosierung und zum richtigen Zeitpunkt anzuwenden. Zudem sollte man den Auslöser der Kopfschmerzen kennen. Dies können z.B. bestimmte Nahrungsmittel sein. Sehr häufig sind auch Stress oder Muskelverspannungen die Ursache. Aus diesem Grund lassen sich leichte Kopfschmerzen oft schon durch Stressabbau, wie Entspannungsübungen, Spaziergänge an der frischen Luft oder einfach Ruhe beseitigen. Aber auch verschiedene Nahrungs- und Genussmittel können Kopfschmerzen auslösen.
Als rezeptfreie Arzneimittel aus der Apotheke empfehlen sich Mittel, die ASS, Paracetamol oder Ibuprofen enthalten. Auch pflanzliche Mittel sind erhältlich, bei manchen zeigt beispielsweise Pfefferminzöl Wirkung, welches auf Stirn und Schläfen getupft wird.
Abzugrenzen von meist bald vorübergehenden, harmlosen Kopfschmerzen und anderen Formen ist die Migräne. Diese geht häufig mit Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und weiteren Beschwerden einher, die bei jedem Patienten verschieden sind. Auch hier sind, je nach Schweregrad, gute Mittel zur Selbstmedikation in der Apotheke erhältlich, es sollte jedoch gerade bei schwereren Fällen vom Arzt abgeklärt werden, ob es sich um Migräne handelt oder ob andere Ursachen vorliegen. Die entsprechende Behandlung wird dann mit dem Patienten abgesprochen.
Rückenschmerzen Die meisten Menschen verbringen beruflich die meiste Zeit des Tages im Sitzen oder Stehen und haben nicht ausreichend viel Bewegung den ganzen Tag. Die Rückenmuskulatur wird nicht ausreichend trainiert. Wichtig für den Rückenbereich ist jedoch eine gut arbeitende Muskulatur, die die Wirbelsäule stützt und Verspannungen und Schmerzen vermeidet. Fehlhaltungen durch falsche Belastung können Schmerzen zusätzlich hervorrufen oder verstärken. Es wird häufig eine Schonhaltung eingenommen, um den Schmerzen „auszuweichen“, wodurch sich aber zusätzlich Muskeln verkrampfen können, was weitere Schmerzen auslöst. Zur Vorbeugung von Rückenschmerzen sollte man sich jeden Tag ausreichend viel und abwechslungsreich bewegen. Auch leichte Bewegung beim Sport ist wichtig. Alle Tätigkeiten so gestalten, dass sie Rücken schonend ablaufen können, hierzu empfiehlt sich der Besuch von z.B. durch Krankenkassen, Fitnessstudios oder Sportvereinen angebotenen Rückenkursen oder Rückenschulen. Sind jedoch Rückenschmerzen schon häufiger aufgetreten oder gar schon chronisch geworden, empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Auch helfen Wärmeanwendungen oder kurze Kältebehandlungen und Massagen, um die Durchblutung an den schmerzenden Stellen anzuregen. Wichtig ist zudem eine rasche Behandlung mit Schmerzmitteln. Dadurch werden Schonhaltungen vermieden, die oft zusätzlich zu Verspannungen führen und die Schmerzen noch verschlimmern. Als pflanzliche Mittel der Schmerztherapie haben sich vor allem Mittel mit Extrakt aus Weidenrinden oder Teufelskralle bewährt, vor allem bei chronischen Schmerzen sind sie oft genauso gut wirksam wie die übrigen Schmerzmittel, dafür aber in der Regel besser verträglich.
Gelenkschmerzen
Gelenkschmerzen können durch vielfache Ursachen auftreten. Vorwiegend im Alter entsteht die Verschleißerscheinung Arthrose. Über- oder Fehlbelastung bei Sport oder körperlicher Tätigkeit rufen meist eher kurzzeitige Beschwerden hervor. Das komplexe Rheuma tritt ebenfalls hauptsächlich im Alter auf. Bei allen derartigen Erkrankungen sollte ein Arzt aufgesucht werden, der die sichere Diagnose stellt und gegebenenfalls rechtzeitig die erforderliche Behandlung einleitet. Auch bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma und Arthrose ist schonende leichte Bewegung äußerst wichtig. Besonders schonend sind zum Beispiel Schwimmen und Radfahren. Vorsichtiges Dehnen der beanspruchten Muskeln auch vor und nach dem Sport sind wichtig. Bei Verschleiß und bei Verspannungen und ähnlichen Beschwerden sind Wärmeanwendungen oft hilfreich gegen die Schmerzen, Kälte tut hingegen eher denen gut, die entzündliche Erkrankungen haben. Zusätzlich ist auch hier wichtig, die Schmerzen rechtzeitig und ausreichend mit Schmerzmitteln zu behandeln, damit die Schmerzen nicht chronisch werden, und damit man sich nicht mehr als nötig mit den Schmerzen quält. Seit einiger Zeit gibt es auch spezielle Medikamente für Gelenkschmerzen, die für die Selbstbehandlung zugelassen und geeignet sind. Zum Einreiben der betroffenen Stellen gibt es zahlreiche Salben und Gele, die zusätzlich zur schmerzstillenden Wirkung auch wärmen oder kühlen und so die Wirkung unterstützen.
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